Di, 27. Juli 2010, 21.30
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 113
UNSER GARTEN EDEN

Mano Khalil, Schweiz 2010, 97 Minuten
Mit humorvoll-ironischem, aber dennoch immer respektvollem Blick portraitiert der syrisch-kurdische Regisseur Mano Khalil Menschen im Berner Schrebergartenareal Bottigenmoos. Die einen kommen her um Tomaten zu pflanzen, die anderen um zu Grillieren. Und während die einen hoffen, der Garten werde ihre Beziehung retten, möchten andere ihre gescheiterte Ehe wenigstens ein paar Biere lang vergessen. Im Schrebergarten gestalten Leute unterschiedlicher geografischer, sozialer und politischer Herkunft ihre Freizeit friedlich zusammen. Ihr buntes Neben- und Miteinander stellt zugleich eine Abbildung der Gesellschaft dar, wo auch Konflikte nicht fehlen. Das Bottigenmoos ist daher ein Miniaturabbild und eine Übungswiese in Sachen Schweizer Demokratie.

Di, 20. Juli 2010, 21.30
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 113
69 – UNDOMSHUSET

Nikolaj Viborg, Dänemark 2008, 60 min
25 Jahre lang war das Jugendzentrum Ungdomshuset in Kopenhagen Zufluchtsort für selbstorganisierte Gruppen. Wie in vielen europäischen Metropolen lässt auch hier der Stadtrat die Innenstädte «säubern», aber der Widerstand bei der Räumung des «Jagtvej 69» im März 2007 hob den Konflikt auf eine neue Ebene. «69» schildert die letzen sechs Monate in der Geschichte des Hauses, gesehen mit den Augen eines Aktivisten.

VORFILM

Di, 13. Juli 2010, 21.30
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 113
PERESTROIKA – UMBAU EINER WOHNUNG

Christiane Büchner, Deutschland 2008, 85 Min.
Eine Wohnung, 4 Zimmer, 4 verschiedene Wohnparteien, die niemals das Zimmer der anderen betreten. Nach dem Ende des Sozialismus schenkte der russische Staat den Bewohnern ihre Zimmer. «Eine Gemeinschaftswohnung ist so etwas wie ein Wohnheim. Man treibt verschiedene Familien in eine Wohnung, die dann miteinander leben müssen», beschreibt eine Bewohnerin die Gemeinschaftswohnungen. Nun soll eine solche Kommunalka im Zentrum von St. Petersburg entmietet, verkauft und umgebaut werden. Alle vier Besitzer müssen dem Verkauf gleichzeitig zustimmen und gleichzeitig ausziehen. Sie brauchen zusammen einen Käufer, denn nur mit dessen Geld können die Eigentümer neue Zimmer in anderen Wohnungen erwerben. Alle wollen ihre Wohnsituation verbessern und haben besondere Wünsche. Eine nicht leicht zu bewältigende Aufgabe für die beiden Maklerinnen, die mit Verhandlungsgeschick und trickreichen Strategien arbeiten müssen.

Di, 6. Juli 2010, 21.30
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 113
EMPIRE ST. PAULI

Irene Bude und Olaf, Deutschland 2009, 85 Min

Im globalen Städte-Wettbewerb setzt sich Hamburg in Konkurrenz zu anderen Metropolen – und setzt dabei unter anderem auch auf die Karte Tourismus. Auf zahlreichen Grossevents können sich die UrlauberInnen in St. Pauli amüsieren. Für die BewohnerInnen des Stadtteils bedeutet dies zusätzlich Lärm, Müll, Einschränkung und Privatisierung des öffentlichen Raums.
«Empire St. Pauli» zeigt, dass St. Pauli nicht nur als Ausgeh- und Amüsierviertel, sondern vor allem als Wohn- und auch Wirtschaftsstandort attraktiv geworden ist. Altbauten verschwinden oder werden aufwändig saniert, das Mietniveau steigt rasant, Mietwohnungen werden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Wo aber bleibt Raum für die Menschen, die in den ehemals günstigen Wohnungen lebten und die in den Kneipen für 1,50 Euro ein Bier trinken konnten?

http://www.empire-stpauli.de

Sa, 28. Mai, 20.00
Fabrik, Gängeviertel, Valentinskamp, Hamburg
ZURICH – LITTE BIG EXPENSIV CITY

Die grösste Schweizer Stadt wird regelmässig für die hohe Lebensqualität gelobt. Es lebt sich gut in Zürich: Die Wirtschaftskrise ist kaum zu spüren, die Löhne sind hoch, die erholsamen Berge nahe und selbst Hausbesetzungen werden seit vielen Jahre geduldet.
Doch der Schein trügt: jeder Quadratmeter muss maximal rentieren, kulturelle Freiräume sind rar geworden und immer mehr Leute müssen die Stadt verlassen, weil sie keine zahlbare Wohnung mehr finden. Die Mieten sind heute selbst in den unattraktivsten Stadtvierteln höher als in der Basler Innenstadt – der zweigrössten Stadt der Schweiz.
Drei AktivistInnen aus Zürich berichten: zwei VertreterInnen des stadt.labors, einer kritischen Plattform zu Stadtentwicklungsfragen, und eine Hausbesetzerin aus dem Binz-Squat, einem seit gut vier Jahren besetzten Industrieareal, wo rund 50 Personen leben und arbeiten. Sie diskutieren über die aktuelle Zürcher Stadtentwicklungspolitik und den Widerstand dagegen, der von Zeit zu Zeit aufkeimt und ebenso schnell wieder verstummt.
Vergleiche mit der Situation in Hamburg und eine Debatte über Möglichkeiten und Grenzen des überregionalen Austausche sind erwünscht.

Und in diesem Zusammenhang ein weiterer Tipp: city.weekend.activism: LEFÈBVRE TO GO. Mit Christian Schmidt, Zürich, siehe: http://centrosociale.breitaufgestellt.de

Do, 6. Mai 2010, 20.00 bis 24.00
Rampe vom Güterbahnhof, Hohlstrasse 150
INFO-BAR & FÜHRUNG IM GÜTERBAHNHOF

Hinter der Sihlpost wird momentan ein neues städtisches Quartier hochgezogen. Dieses Areal in SBB-Besitz wird grosse Auswirkungen auf den Kreis 4 haben. Und die SBB sind zusammen mit Stadt und Kanton Zürich weiter am Planen. So soll der über 100-jährige Güterbahnhof dem Polizei- und Justizzentrum (PJZ) weichen, einem 300 m langen und 25 m hohen Justizpalast.
Letztes Jahr wurde bekannt, dass der Bau des PJZ 95 Mio. Franken mehr kosten wird als bei der Abstimmung 2003 angegeben wurde. Mit Landkosten und Teuerung betragen die Mehrkosten gar 160 Mio., was eine Gesamtsumme von stolzen 700 Mio. Franken machen würde. Nun versucht der Regierungsrat das Projekt zu retten, indem dort weniger Dienstabteilungen als geplant einziehen sollen und so das PJZ “nur” noch 637 Mio. Franken kostet. In den nächsten Monaten wird der Kantonsrat über das weitere Schicksal des PJZ entscheiden.
Der Güterbahnhof verharrt momentan im Dornröschen-Schlaf, kaum jemand kennt ihn. Damit sich das ändert, organisiert das stadt.labor an Ort und Stelle eine Info-Bar mit einer Führung. Das erste Mal am Donnerstag, 6. Mai auf der überdachten Rampe.

DER TEMPORÄRE GARTEN GEHT IN DIE 2. SAISON

Während das Kalki-Squat zurzeit dem Erdboden gleich gemacht wird, geht der
temporäre Garten beim Rosengarten an der Kalkbreitestrasse 2 in die zweite
Saison. Die offizielle Saisoneröffnung ist der Pflanztag am 9. Mai  (wer
mithelfen möchte -> Treffpunkt ist um 10:00 im Garten). Weiter sind
verschiedene Garten-Veranstaltungen geplant:

  • Lesung und anschliessende Diskussion zur Bedeutung des Gartens am 18. Mai!
  • der temporäre Garten Kalkbreite ist offiziell beim Tag der offenen Gärten
    2010 am 12. Juni dabei
  • ab Juni bis in den Spätherbst wird es immer wieder 1 bis 2-tägige
    Skulpturenausstellungen im Garten geben!

Mehr Infos auf:
http://www.kalkbreite.net

Wie kaum eine andere Stadt hat sich Hamburg in den letzten Jahrzehnten als Unternehmen definiert, das sich im internationalen Standortwettbewerb profiliert. Hamburg – die deutsche Stadt mit den meisten Millionären – gleicht zunehmend einer segregierten Stadt im 19. Jahrhundert; immer mehr Menschen können sich das Leben in Hamburg nicht mehr leisten. Während in «Leuchtrumprojekt» Milliarden öffentliche Gelder gesteckt wurden (1,3 Milliarden Euro für die Hafencity und 323 Millionen für die Elbphilharmonie der Stararchitekten Herzog & de Meuron), ist die Zahl der Sozialwohnungen in den letzten 15 Jahren fast halbiert worden.
Doch seit gut einem halben Jahr erreicht der Protest gegen den Ausverkauf von Hamburg immer breitere Kreise: Im Manifest «Not In Our Name» stellen Hamburger Kunstschaffende wie Rocko Schamoni und Ted Gaier die soziale Frage um die Stadt neu («Eine Stadt ist keine Marke. Eine Stadt ist auch kein Unternehmen. Eine Stadt ist ein Gemeinwesen.») In vielen Stadtteilen wehren sich Bündnisse gegen steigende Mieten, ein Dokumentarfilm thematisiert die Aufwertung in St. Pauli und Ende Dezember forderten an einer Demonstration rund 3000 Personen ihr «Recht auf Stadt». Das stadt.labor diskutiert mit dem den Stadthistoriker Peter Birke und einem weiteren Gast aus Hamburg über die Stadtentwicklungspolitik von Hamburg, die Protestbewegung und zieht den Bogen zum Schluss in die Schweiz, wo auch ein Manifest geplant ist.

Do, 4. Februar 2010, 20.15
Kalkbreitestrasse 4

Nach dem Streifzug durch das Binz-Quartier im letzten Frühling lädt das stadt.labor zu einem herbstlichen Rundgang durch das benachbarte Giesshübel-Quartier ein. Die Häuserzeilen rund um den Bahnhof Giesshübel lagen lange Zeit im Dornröschenschlaf. Seit ein paar Jahren ist die Immobilienbranche auf die Gegend aufmerksam geworden und das Gebiet verändert sich rasant. Einige Grossprojekte (wie Sihlcity) sind schon realisiert worden, weitere sind in Planung (z.B. das Bahnhofsareal Giesshübel). Ein Rundgang führt uns an bekannten und versteckten Stellen und Plätzen vorbei, wo uns fünf RednerInnen über die Geschichte, Bedeutung und Perspektiven der jeweiligen Orte informieren.

Sa, 17. Oktober 2009, 15.00-17.00
Besammlung: Tramschlaufe Haltestelle Laubegg (13er, Endstation 5er)

Pressedossier mit Medienmitteilung ]
Bilder der Schlafdemo in der Galerie ]
TV Video-Beitrag "Stimmen zur Schlaf-Demo" auf plebsTV ]

Immer öfter werden in Zürich ganze Siedlungen leergekündigt, günstige Wohnungen sind zunehmend Mangelware. Im Schlafzimmer auf der Rathausbrücke protestieren wir gegen Profitmaximierung auf Kosten von MieterInnen und fordern von der Stadt Zürich endlich konkrete Massnahmen gegen die Mietzinsnot. Und finden wir keine bezahlbare Wohnung, schlafen wir halt vor dem Rathaus.

18.30 Start der Kundgebung
19.00 Pizza essen
20.15 Redebeiträg und offene Diskussion mit Direktbetroffenen
21.30 Bettmümpfeli und “Zubettgehen”
22.00 Abschluss der Kundgebung

Wir freuen uns, wenn ihr im Pyjama, mit Schlafmütze oder einem Gegenstand aus eurem Wohnzimmer kommt! Die Schlafdemo wird unterstützt vom Mieterinnen- und Mieterverband der Stadt Zürich.

Mi, 23. September 2009, ab 18.30
Rathausbrücke

Das versteckt gelegene Binz-Quartier in Wiedikon ist nur durch eine Ringstrasse erschlossen und bildet ökonomisch wie ökologisch einen eigenen kleinen Mikrokosmos. Auf dem Areal sind Dutzende verschiedener Firmen angesiedelt. Mit dem Umbau der Wirtschaft im Zeitalter der Post-Industrialisierung stehen auch in der Binz einige Veränderungen bevor. Auf einem Rundgang werden fünf RednerInnen verschiedene Aspekte des Binz-Quartiers vorstellen und so diesen doch recht unbekannten Stadtteil der Bevölkerung näher bringen. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Kommen!

Sa, 25. April 2009, 14.00
Besammlung: Kiesplatz hinter dem Kiosk Bahnhof Binz

Jede Stadt hat ihre Brachen. Sie müssen keine tristen Flächen sein, sondern können Ruhepole und erfrischende Oasen im turbulenten Stadtleben bilden. Umgestaltet als “Temporäre Gärten” beleben Brachen unsere Städte und können als kurz- oder mittelfristig Zwischennutzungen auch auf kleinsten Flächen realisiert werden.

An der Kalkbreite soll der erste temporäre Garten in Zürich verwirklicht werden! Am Samstag, den 4. April wird der Garten vorinstalliert. Hierfür suchen wir Helferinnen und Helfer, die uns unterstützen.

Wir arbeiten in 3 Teams:

  • Sägen und Schrauben: das Team baut Pflanzbeete aus Schaltafeln und Europaletten und kleidet sie mit Fliess aus. Material stellen wir, wer eigenes Werkzeug hat, bringt es bitte mit. Strom ist auf dem Areal. Start ist um 10.00 Uhr, Treffpunkt ist auf dem Areal
  • Rühren und Kochen: das Team kocht auf 12.00 eine feine Suppe im Rosengarten und kümmert sich um den Abwasch (Spülmaschine!). Die Zutaten stellen wir. Von 12.00 – 12.30 Uhr ist Mittagspause! Start ist um 10.30 Uhr, Treffpunkt ist im Rosengarten.
  • Schaufeln und Pflanzen: das Team schaufelt Erde in die vom Team Sägen und Schrauben gebauten Pflanzkisten und pflanzt erste Setzlinge. Material samt Schubkarren und Schaufeln stellen wir. Start ist um 12.30 Uhr, Treffpunkt ist auf dem Areal.

Die Teams sind nicht bindend! Wer genug Energie hat, kann um 10.00 mit sägen und schrauben beginnen, dann Mittagessen kochen und anschliessend schaufeln und pflanzen!

Sa, 4. April 2009, jeweils ganzer Tag
Kalkbreitestrasse 2

Reportage über das neue Ungdomshuset ]

Im März 2007 wird das Jugendzentrum Ungdomshuse in Kopenhagen geräumt und abgebrochen. Die Räumung löst einen grossen Proteststur aus. Bilder von brennenden Autos gehen durch die Weltpresse; es kommt zu Hunderten von Aktionen und Demonstrationen. Und der hartnäckige Widerstand zeigt Erfolg: Im Juni 2008 erhalten die Ungdomshuset-AktivistInnen ein neues Haus. Wie kam es zu dieser “Erfolgsgeschichte”, mit welchen Problemen kämpft die Protestbewegung heute und wie hat sich das Klima in Kopenhagen in den letzten Jahrzehnten gewandelt? Das stadt.labor lädt zur Diskussion mit Peter Birke, Herausgeber des Buches “Besetze deine Stadt!” über die Häuserkämpfe und Stadtentwicklung in Kopenhagen, und zwei Aktivisten aus dem Ungdomshuset. Moderation: Richard Wolff (INURA).

Do, 26. Februar 2009, 20.15
Kalkbreitestrasse 4

[ Festrede ]


Fr, 28. November 2008, 19.00 (PÜNKTLICH)
Bogen 13 (hinter Kiosk Josefwiese)
mit Verpflegung, Feuershow, Konzert und Wettbewerb

Der Kreis 4 und insbesondere das Langstrassenquartier verändern sich in rasanter Geschwindigkeit. Galerien, Bars, Klubs, neue Restaurants und Läden eröffnen und verdrängen die alten Strukturen. Das Quartier entwickelt sich zunehmend zum trendigen Ausgehviertel und auch als Wohnlage wird es immer begehrter.
Während die einen diese Entwicklung begrüssen und von einer längst fälligen Aufwertung reden, befürchten die anderen eine vollständige Yuppiesierung und warnen vor den sozialen Folgen.
Podium mit: Brigit Wehrli-Schindler (Direktorin Stadtentwicklung Zürich), Vera Gloor (Architektin mit Projekten im Kreis 4), Res Keller (Mitinitiant der Genossenschaften Dreieck und Kalkbreite), Christian Schmid (Stadtforscher, Departement Architektur, ETH Zürich). Moderation: Richard Wolff, Urbanist, INURA Zürich. Organisiert von INURA Zürich und stadt.labor.

Mo, 3. November 2008, 20.00
Kunsthalle im alten Güterbahnhof, Hohlstrasse 150