Mi, 4. April 2012, 20.30
ABS, Autonomer Beauty-Salon, Hohlstrasse 481
STUTTGART21 – DENK MAL!

Lisa Sperling/ Florian Kläger, Deutschland 2011, 75 Min
Im Frühjahr 2009 sind die Proteste gegen den unterirdischen Neubau des Stuttgarter Bahnhofs zum Massenphänomen geworden, an dem sich alte und junge Menschen aller Schichten beteiligen. Mit viel Ausdauer und Kreativität machen sie ihrem Unmut gegen das Prestige-Projekt Stuttgart 21 Luft. Lisa Sperling und Florian Kläger haben die Bewegung mit der Kamera festgehalten, ihr Dokumentarfilm «Stuttgart 21 – Denk mal!» ist die Chronik einer bemerkenswerten Bürgerinitiative. Mehr noch: Er dokumentiert die neue Kultur der Demokratie und des Bestrebens von BürgerInnen, sich an der Politik der Eliten zu beteiligen.

http://www.stuttgart21-derfilm.de

Mi, 11. April 2012, 20.30
ABS, Autonomer Beauty-Salon, Hohlstrasse 481
CREATIVE CAPITALIST CITY
THE STRUGGLE FOR AFFORDABLE SPACE IN AMSTERDAM

Tino Buchholz, Amsterdam 2011, 55 Min, E/d
Kreativität wird heute von vielen Städten gefördert, sie ist Teil des Wettbewerbs zwischen Städten. Mit dem Image einer kreativen Szene wollen Städte ihre Standortvorteile herausstreichen. Doch was, wenn angesichts explodierender Immobilienpreise und immer weniger Freiflächen kaum mehr Raum für KünstlerInnen und AktivistiInnen vorhanden ist? Die Stadt Amsterdam ist bereits so um ihren Ruf als kreative Stadt besorgt, dass sie ein Raumprogramm «für das Basissegment der Kreativindustrie» entwickelt hat. Gleichzeitig ist das in Holland mit langjähriger Tradtion verbundene Besetzen seit 2010 illegalisiert. Der Film bringt verschiedene Akteure vor die Kamera, fragt was passiert, wenn der Hype um die Kreativen vorüber ist und thematisiert das Recht auf Stadt.

http://www.creativecapitalistcity.org

Mi, 4. Januar 2012, 20.00
ABS, Hohlstrasse 485,  Zürich
MEIN STAND IN SULUKULE

Astrid Heubrandtner, Österreich 2010, 94 min
Der Dokumentarfilm «Mein Haus stand in Sulukule» dokumentiert die Gentrifikation am Beispiels des Stadtteils Sulukule in Istanbul. Sulukule gilt als die älteste Romasiedlung der Welt. Die BewohnerInnen verdienten ihr Geld mit Musik und Tanz in den beliebten Vergnügungsstätten der Millionenstadt. Der Stadtverwaltung von Instanbul ist der Roma-Stadtteil jedoch ein Dorn im Auge, sie will alle Häuser abreissen und teurere Luxusapartments bauen. Die ansässigen Roma sollen ausgesiedelt werden; Ersatzwohnungen werden ihnen im 2 1/2 Stunden entfernten Taşoluk angeboten. Das soziale Netzwerk der Roma in Istanbul läuft somit Gefahr, verloren zu gehen.

Mit Einleitung von Richard Wolff (INURA).

http://sulukule.poool.at

Fr, 9. Dezember 2011, 20.00
ABS, Hohlstrasse 485,  Zürich
RECHT AUF STADT – STADTPALAVER

Das stadt.labor organisiert am 9.12.11 eine Diskussion zum Thema «Recht auf Stadt» als Auftakt zum gleichnamigen Veranstaltungswochenende im Autonomen Beauty Salon (Labitzke-Areal, Zürich-Altstetten). Das «Stadtpalaver» soll verschiedene Aspekte der gegenwärtigen Stadtentwicklung und der mit den Aufwertungs- und ‘global city’-Prozessen verbundenen Verdrängung beleuchten und gleichzeitig nach Lösungsansätzen suchen. Die deutliche Zustimmung zur Wohnbauvorlage vom 27. November ist ein weiteres Zeichen für die Dringlichkeit dieses Problems, das allerdings nicht nur die Verteuerung des Wohnraums, sondern auch die Vertreibung von unerwünschten Personen aus dem öffentlichen Raum umfasst. Das Labitzke-Areal, eines der letzten grösseren Areale für vielfältige, kreative Nutzungen, ist selbst vom Abbruch bedroht und eignet sich deshalb bestens als Ort der Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Einleitung:
Richi Wolff, Gemeinderat der Alternativen Liste, gibt als Stadtentwicklungsexperte und Mitglied des International Network for Urban Research and Action (INURA) eine Einführung zum “Recht auf Stadt”.


Verschiedene Diskussionsbeiträge:

Augenauf: Zur Menschrenrechtssituation, insbesondere zur Kontrolle und Verdrängung von MigrantInnen und Randständigen aus dem öffentlichen Raum.

Isla Victoria: Zu Sexarbeit und geplanter Verlegung des Strassenstrichs vom Sihlquai nach Altstetten.

Caritas: Zur Wohnungskrise für Armutsbetroffene.

Das Flüchtlingsatelier stellt einige Resultate seiner Auseinandersetzung mit den städtischen Entwicklungen und der Erstellung von widerständigen Kartographien vor.

Ein Bewohner des Labitzke-Areals: Zum fehlenden Raum für Kulturschaffende und Kleingewerbe und dem angekündigten Abriss des Labitzke-Areals durch die Mobimo.



Anschliessend wird die Diskussion für das Publikum geöffnet.
Moderation: Vesna Tomse.


Detailiertes Programm des Veranstaltungswochenend:
http://autonomerbeautysalon.wordpress.com/das-recht-auf-die-stadt-9-11-12/

Sa, 12. Dezember, 14.00-17.00
Besammlung: ABS, Hohlstrasse 485, Zürich
RECHT AUF STADT – STADTWANDERUNG DURCH ALTSTETTEN

Eine Stadtwanderung führt uns in die «Entwicklungsgebiete» des Quartiers Altstetten. An verschiedenen Orten werden die rasanten Veränderungen des Stadtbilds und die dahinter stehenden Pläne thematisiert – etwa am Beispiel der Containerlandschaft an der Aargauerstrasse, der Global Business Welt beim Bahnhof, dem Abbruch auf Vorrat von selbstverwalteten kulturellen Zwischennutzungen und der Ausnutzung von Kunstschaffenden als Vermarktungsargument für die «creative city». Begleiten werden uns die Fragen, wem die Stadt gehört, für wen gebaut wird, wer sich wo das Wohnen überhaupt noch leisten kann und für wen der öffentliche Raum wirklich offen ist. Anschliessend kann die Diskussion im Autonomen Beauty Salon weiter gehen, wo auch für Essen, Getränke und Musik gesorgt ist.

Di, 16. August, 17.00 bis 20.00
Helvetiaplatz, Zürich
BEZAHLBARE-MIETEN-PARTY

Der Verein Güterbahnhof setzt sich dafür ein, dass statt einer abgeschotteten Polizei-Festung ein lebendiges Quartier mit bezahlbaren Wohnungen und Gewerberäumen entsteht. Wir glauben fest an eine andere Zukunft und laden zur Besichtigung einer provisorischen Wohnung auf den Helvetiaplatz.

Programm:
17.00 Begrüssung durch Moderator Balthasar Glättli (MV Zürich)
18.00 Rap und Reggae zur Wohnungsnot mit Stereo Luchs, Boss Hi-Fi und andern
18.30 Niggi Scherr (MV Stadt Zürich) und Andreas Wirz (Wohnbaugenossenschaften Zürich) plädieren für Wo-Wo-Wonige auf dem Güterbahnhofareal

Eine Veranstaltung vom stadt.labor, Verein Güterbahnhof, Mieterinnen- und Mieterverband und Schweizerischer Verband Wohnbaugenossenschaften.


NICHT VERGESSEN:
JA – Das Polizeigesetz für ein Polizei- und Justizzentrum aufheben
http://www.güterbahnhof.ch

Sa, 30. April 2011, 16.00
Besammlung: Tramhaltestelle Bezirksgebäude
WOHNGENOSSENSCHAFTEN IM UMBRUCH

Genossenschaften werden gepriesen als Bollwerk gegen die rasant steigenden Mieten auf dem Zürcher Wohnungsmarkt. Doch viele genossenschaftliche Siedlungen sind in die Jahre gekommen und müssen saniert bzw. neu gebaut werden. Nicht immer gelingt es dabei, den günstigen Wohnraum zu erhalten und die Interessen der BewohnerInnen zu berücksichtigen. Auf einer Velo-Rundfahrt durch die Kreise 4 und 5 zeigt das stadt.labor die unterschiedliche Vorgehensweise der Genossenschaften an vier aktuellen Beispielen: Grüngasse (Wogeno), Kalkbreite (Genossenschaft Kalkbreite), Sihlfeld (ABZ) und Ottostrasse (Genossenschaft Röntgenhof).

Eine Veranstaltung vom stadt.labor im Rahmen des 1.Mai-Festes:
www.1mai.ch

Sa, 29. Januar, 15.00
Helvetiaplatz, Zürich
QUARTIERRUNDGANG KREIS 4

Mit dem für Anfang Februar geplanten Abbruch des Tessinerkellers an der Neufrankengasse würde der Gentrifizierung und der Gewinnmaximierung auf dem Immobilienmarkt ein symbolträchtiges Gebäude im Kreis 4 zum Opfer fallen. Es wäre nicht das Erste und nicht das Letzte. Auf einem Streifzug durch das Quartier folgen wir den Spuren der sogenannten «Aufwertung», die vor allem eine Verdrängung und Zerstörung der gewachsenen Quartierstrukturen
bedeutet. Anhand bereits realisierter und zukünftiger Projekte soll aufgezeigt werden, wie die Entscheide einiger Weniger den Kreis 4 verändern, wer die wichtigsten Immobilienbesitzer und Aufwertungsmotoren und wer die Verlierer  sind. Schlafen können wir morgen, heute geht es um unser Quartier, unsere Wohnungen, Beizen, um unseren Lebens- und Freiraum.

Organisiert wird der Rundgang von verschiedenen Gruppierungen im Kreis 4; im Anschluss gibt es an der Neufrankengasse Suppe, warme Getränke und Musik

Di, 21. Dez (ACHTUNG NEUES DATUM), 19.30 (Bar ab 18.00)
Kunst-Halle Güterbahnhof, Hohlstrasse 150 (follow the lights)
ZUKUNKFTSGESPRÄCHE GÜTERBAHNHOF III

Der zweite Anlass zur Zukunft des Güterbahnhofs am 22. November war mit rund 60 Personen gut besucht und es gab anregende Diskussionenen. Am 21. Dezember wird die Bar in der Kunst-Halle im Güterbahnhof zum dritten – und vorerst letzten Mal – geöffnet. Um 19.30 Uhr beginnt das Gespräch zwischen Richard Wolff vom Stadtforschungsinstitut INURA und dem Gastronomen Koni Frei. Das Mitdiskutieren des Barpublikums ist wiederum erwünscht, auf dass viele Ideen ausgetauscht werden und Visionen entstehen können. Ziel des vorläufigen Abschlusses der Reihe soll es sein, eine ideale Organisationsform zu finden, wo alternative Lösungsvorschläge für das Güterbahnhof-Areal entwickelt und propagiert werden.

So, 5. Dezember 2010, 14.00
Besammlung: Kreuzung Langstrasse/Neufrankengasse
RUNDGANG DER LEBENDEN BILDER

Auf einem unkonventionellen Rundgang präsentiert das stadt.labor zusammen mit der Choreografin Salome Schneebeli zwei «Tableaux vivants» – Darstellungen bekannter Werke der Malerei mit lebenden Menschen. Im Gegensatz zu den «Tableaux vivants» des 19. Jahrhunderts interpretieren wir die historischen Vorlagen aber neu und greifen aktuelle Probleme in Zürich auf: An der Langstrasse inszenieren wir die verdrängte Zürcher Subkultur als Delacroix’ «Die Freiheit führt das Volk» (Revolution von 1830 in Frankreich) und beim Wipkinger Viadukt stellen wir eine Wohnungsbesichtigung im Weihnachtsstall nach. Wir freuen uns auf zahlreiche ZuschauerInnen und StatistInnen.

Der Film zum Rundgang:





Fotos des Rundgangs in der Galerie

Do, 11. November 2010, 21.00
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 111
HAFENSTRASSE IM FLUSS

Thomas Tode, Rasmus Gerlach, Deutschland 2010, 87 Min
An der Hamburger Hafenstrassen fanden unzählige Kämpfe mit der Polizei statt. Die Gentrifizierung St. Paulis wurde durch die Besetzung nicht verhindert – doch zumindest etwas aufgehalten. Zum 30. Jubiläum der Hafenstrasse fragt der Dokumentarfilm «Hafenstrasse im Fluss», was aus den HausbesetzerInnn geworden ist. Manche sind fortgegangen – arbeiten nun als Kameramann oder Krankenschwester –, andere sind geblieben und blicken auf Ebbe und Flut in der Elbe.

Do, 4. November 2010, 21.00
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 111
METROPIA

Tarik Saleh, Schweden 2009, 80 min, Englisch
Der Zeichentrickfilm Metropia zeigt Europa im Jahr 2024. Ein kleiner Call-Center-Agent stemmt sich gegen die allgegenwärtige Vereinnahmung durchs System, fährt mit dem Rad statt der Metro durch die tote Stadt und gerät doch in einen Strudel der Fremdbestimmung: Im Shampoo steckt der Feind. Metropia ist zugleich Science Fiction und Porträt unserer Gesellschaft. Visuell ist der Film absolut einzigartig – ein waghalsiger Mix aus schön und unheimlich, künstlich und vertraut, lebendig und unterkühlt.

Do, 28. Oktober 2010, 21.00
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 111
WAS TUN WENN’S BRENNT

Gregor Schnitzler, Deutschland 2001, 101 Min
Nach dreizehn Jahren geht in einer Villa eine Bombe in die Luft, die einst von sechs HausbesetzerInnen gelegt wurde. Diese werden nun von der Vergangenheit eingeholt. Ein  beim Bombenbau gedrehtes und von der Polizei sichergestelltes Video muss aus dem Verkehr gezogen werden. Während zwei der Täter immer noch im linken Milieu leben, sind aus den anderen anständige Bürger geworden. Schön, dass sich auch der Mainstream für einmal mit dem Hausbesetzen beschäftigt, auch wenn das Resultat fröhlich-seicht ist und nicht ganz ohne Klischees auskommt.

22. Okt, 22. Nov, 21. Dez, 19.30 (Bar ab 18.00)
Kunst-Halle Güterbahnhof, Hohlstrasse 150 (follow the lights)
ZUKUNKFTSGESPRÄCHE GÜTERBAHNHOF

Das PJZ ist tot, es lebe der Güterbahnhof! Zurück an den Start heisst es nach dem Absturz des überrissenen PJZ-Projekts. Das stadt.labor organisiert ab sofort jeden 22. des Monats bis Ende Jahr die „Zukunftsgespräche Güterbahnhof”: Am Freitag 22. Oktober, Montag 22. November und Mittwoch 22. Dezember wird die Bar in der Kunst-Halle im Güterbahnhof ab 18 Uhr geöffnet. Um 19.30 Uhr beginnen die Gespräche: Richard Wolff vom Stadtforschungsinstitut INURA Zürich spricht mit einer Person, die Ideen hat zur Zukunft des Güterbahnhofareals. Das Mitdiskutieren des Barpublikums ist erwünscht, auf dass viele Ideen ausgetauscht werden und Visionen entstehen können.

Fr, 22. Oktober: Peter Schmid (Präsident SVW)
Mo, 22. November: Daniel Enzensberger (stud. arch. ZHAW)
Di, 21. Dezember:  Koni Frei

Do, 21. Oktober 2010, 21.00
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 111
DHARAVI – SLUM FOR SALE

Lutz Konermann, Schweiz 2009, 80 Min, OV/ d
War Bombay früher Indiens Tor zum Westen, so ist Mumbai heute eine moderne Metropole. Die Hälfte der Bevölkerung lebt noch immer in Slums, Doch mit dem Aufschwung Mumbays ist das ehemalige Sumpfland des grössten Slums Dharvi zu lukrativem Baugrund geworden und soll dem Erdboden gleich gemacht werden. Die PlanerInnen haben die Rechnung allerdings ohne die SlumbewohnerInnen gemacht. Der Dokumentarfilm «Dharavi – Slum For Sale» macht schockierende Kontraste sichtbar und bleibt dabei immer nahe an den Menschen: ein Lehrstück zur Funktionsweise globaler Verflechtungen