Just zehn Jahre nach der Räumung der Wohlgroth hat der Reclaim the Streets-Umzug (RTS) vom 11. Oktober eine breite Diskussion um kulturelle Freiräume ausgelöst. Bald verschwindet auch das Egocity aus dem Herzen von Zürich. Derweil stellte der Tagi nach dem RTS den subkulturell Engagierten die etwas lapidare Frage: Was braucht ihr noch? Doch selbst innerhalb der Szene bringt der Pluralismus der Freiraum-DemonstrantInnen die Köpfe zum Rauchen. Was ist unter Freiräumen zu verstehen? Für was für eine Kultur werden Freiräume beansprucht? Techno-Parties? Disney-Filme? Kurzum: für Mainstream-Kultur? Eigentlich geht es um etwas so Einfaches wie Grundsätzliches: Der Ruf nach kulturellem Freiraum verbirgt immer auch das Verlangen nach einer anderen Gesellschaftsordnung, beinhaltet immer auch den Wunsch nach einer nicht kapitalistischen Welt, bedeutet auch das Festhalten an Utopien.
.RF lud zur Debatte: Jean-Pierre Hoby (Kulturchef der Stadt Zürich), Arnold Meyer (Technopapst), Nori (Autonome Kulturfabrik Wohlgroth), Anna (Egoistin) und Gabriel (Subkulturveranstalter, war bei den Vorbereitungen von RTS dabei) begaben sich für uns auf kulturelle Spurensuche. Sie nahmen als Privatpersonen am Gespräch teil und vertreten in keiner Weise die Gesamtmeinung von Egocity, RTS oder Wohlgroth!
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Das heutige Reclaim the Streets soll ein Ausdruck sein, dass wir uns unseren Lebensraum nicht reglementieren, deklarieren oder wegnehmen lassen! In diesem Sinne, altbekannt und aktuell: Widerstand ist tanzbar! WIR ERLAUBEN UNS, ZU STÖREN. vollständigen Beitrag lesen »

In Zürich wirds eng. An einem Umzug mit vier Sound-Mobilen protestieren unterschiedlichen Subkulturen gegen die zunehmende Einengung der kulturellen Vielfalt und gegen die städtiche Wohnungspolitik.  Ein Flugblatt. vollständigen Beitrag lesen »

Von 4. bis 6. Juli 2008 finden im Hardturmstadion Zürich die «Brotäktschen»-Spiele statt: Ein Wochenende voller nichtkommerzieller, selbstbestimmter, unreglementierter und ausgelassener Spiele, Konzerte und Parties, kulinarischer und künstlerischer Darbietungen. «Brot&Aktion» nimmt sich einen Freiraum und zeigt, dass Grossanlässe auch ohne Sponsoring, absurde Sonderregelungen, 1000schaften von Polizeikräften, Militäreinsätzen und Überwachung durch Drohnen durchführbar sind. vollständigen Beitrag lesen »

Eine autonome Zone als coolster Ausgehtipp, ein Anschiss gegen links und der Fussballplatz als grosse Spielwiese – am Wochenende wurde angepfiffen. vollständigen Beitrag lesen »

«Reclaim the Streets» sieht sich als friedliche Protestbewegung gegen die Kommerzialisierung Zürichs: Zu vieles ist den Aktivisten zu teuer. Am Samstag endete ihre Demonstration in massiver Zerstörung. Warum? vollständigen Beitrag lesen »