Am 16. Juni 2012 erklären die BesetzerInnen der Üetlibergstrasse 111/111 das seit Frühling 2006 besetzte Areal für unabhängig und rufen die AUTONOME ZONE BINZ aus. Ein Flubglatt.
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Mi, 11. April 2012, 20.30
ABS, Autonomer Beauty-Salon, Hohlstrasse 481
CREATIVE CAPITALIST CITY
THE STRUGGLE FOR AFFORDABLE SPACE IN AMSTERDAM
Tino Buchholz, Amsterdam 2011, 55 Min, E/d
Kreativität wird heute von vielen Städten gefördert, sie ist Teil des Wettbewerbs zwischen Städten. Mit dem Image einer kreativen Szene wollen Städte ihre Standortvorteile herausstreichen. Doch was, wenn angesichts explodierender Immobilienpreise und immer weniger Freiflächen kaum mehr Raum für KünstlerInnen und AktivistiInnen vorhanden ist? Die Stadt Amsterdam ist bereits so um ihren Ruf als kreative Stadt besorgt, dass sie ein Raumprogramm «für das Basissegment der Kreativindustrie» entwickelt hat. Gleichzeitig ist das in Holland mit langjähriger Tradtion verbundene Besetzen seit 2010 illegalisiert. Der Film bringt verschiedene Akteure vor die Kamera, fragt was passiert, wenn der Hype um die Kreativen vorüber ist und thematisiert das Recht auf Stadt.
Fr, 9. Dezember 2011, 20.00
ABS, Hohlstrasse 485, Zürich
RECHT AUF STADT – STADTPALAVER
Das stadt.labor organisiert am 9.12.11 eine Diskussion zum Thema «Recht auf Stadt» als Auftakt zum gleichnamigen Veranstaltungswochenende im Autonomen Beauty Salon (Labitzke-Areal, Zürich-Altstetten). Das «Stadtpalaver» soll verschiedene Aspekte der gegenwärtigen Stadtentwicklung und der mit den Aufwertungs- und ‘global city’-Prozessen verbundenen Verdrängung beleuchten und gleichzeitig nach Lösungsansätzen suchen. Die deutliche Zustimmung zur Wohnbauvorlage vom 27. November ist ein weiteres Zeichen für die Dringlichkeit dieses Problems, das allerdings nicht nur die Verteuerung des Wohnraums, sondern auch die Vertreibung von unerwünschten Personen aus dem öffentlichen Raum umfasst. Das Labitzke-Areal, eines der letzten grösseren Areale für vielfältige, kreative Nutzungen, ist selbst vom Abbruch bedroht und eignet sich deshalb bestens als Ort der Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Einleitung:
Richi Wolff, Gemeinderat der Alternativen Liste, gibt als Stadtentwicklungsexperte und Mitglied des International Network for Urban Research and Action (INURA) eine Einführung zum “Recht auf Stadt”.
Verschiedene Diskussionsbeiträge:
Augenauf: Zur Menschrenrechtssituation, insbesondere zur Kontrolle und Verdrängung von MigrantInnen und Randständigen aus dem öffentlichen Raum.
Isla Victoria: Zu Sexarbeit und geplanter Verlegung des Strassenstrichs vom Sihlquai nach Altstetten.
Caritas: Zur Wohnungskrise für Armutsbetroffene.
Das Flüchtlingsatelier stellt einige Resultate seiner Auseinandersetzung mit den städtischen Entwicklungen und der Erstellung von widerständigen Kartographien vor.
Ein Bewohner des Labitzke-Areals: Zum fehlenden Raum für Kulturschaffende und Kleingewerbe und dem angekündigten Abriss des Labitzke-Areals durch die Mobimo.
Anschliessend wird die Diskussion für das Publikum geöffnet.
Moderation: Vesna Tomse.
Detailiertes Programm des Veranstaltungswochenend:
http://autonomerbeautysalon.wordpress.com/das-recht-auf-die-stadt-9-11-12/
Sa, 12. Dezember, 14.00-17.00
Besammlung: ABS, Hohlstrasse 485, Zürich
RECHT AUF STADT – STADTWANDERUNG DURCH ALTSTETTEN
Eine Stadtwanderung führt uns in die «Entwicklungsgebiete» des Quartiers Altstetten. An verschiedenen Orten werden die rasanten Veränderungen des Stadtbilds und die dahinter stehenden Pläne thematisiert – etwa am Beispiel der Containerlandschaft an der Aargauerstrasse, der Global Business Welt beim Bahnhof, dem Abbruch auf Vorrat von selbstverwalteten kulturellen Zwischennutzungen und der Ausnutzung von Kunstschaffenden als Vermarktungsargument für die «creative city». Begleiten werden uns die Fragen, wem die Stadt gehört, für wen gebaut wird, wer sich wo das Wohnen überhaupt noch leisten kann und für wen der öffentliche Raum wirklich offen ist. Anschliessend kann die Diskussion im Autonomen Beauty Salon weiter gehen, wo auch für Essen, Getränke und Musik gesorgt ist.
Do, 11. November 2010, 21.00
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 111
HAFENSTRASSE IM FLUSS
Thomas Tode, Rasmus Gerlach, Deutschland 2010, 87 Min
An der Hamburger Hafenstrassen fanden unzählige Kämpfe mit der Polizei statt. Die Gentrifizierung St. Paulis wurde durch die Besetzung nicht verhindert – doch zumindest etwas aufgehalten. Zum 30. Jubiläum der Hafenstrasse fragt der Dokumentarfilm «Hafenstrasse im Fluss», was aus den HausbesetzerInnn geworden ist. Manche sind fortgegangen – arbeiten nun als Kameramann oder Krankenschwester –, andere sind geblieben und blicken auf Ebbe und Flut in der Elbe.
Do, 28. Oktober 2010, 21.00
Binz-Squat, Uetlibergstrasse 111
WAS TUN WENN’S BRENNT
Gregor Schnitzler, Deutschland 2001, 101 Min
Nach dreizehn Jahren geht in einer Villa eine Bombe in die Luft, die einst von sechs HausbesetzerInnen gelegt wurde. Diese werden nun von der Vergangenheit eingeholt. Ein beim Bombenbau gedrehtes und von der Polizei sichergestelltes Video muss aus dem Verkehr gezogen werden. Während zwei der Täter immer noch im linken Milieu leben, sind aus den anderen anständige Bürger geworden. Schön, dass sich auch der Mainstream für einmal mit dem Hausbesetzen beschäftigt, auch wenn das Resultat fröhlich-seicht ist und nicht ganz ohne Klischees auskommt.
An der Üetlibergstrasse 113 in Zürich haben HausbesetzerInnen in den letzten drei Jahren aus alten Fabrikhallen eine farbenprächtige Oase geschaffen. Im Herbst hätte sie der Kanton Zürich abbrechen wollen. Doch jetzt dürfen die BesetzerInnen wohl bleiben – vorläufig. vollständigen Beitrag lesen »
Obdachlose in Brasilien-In der Millionenstadt São Paulo stehen Hunderttausende Wohnungen und Gebäude leer. Ivaneti de Araujo, die Koordinatorin der Obdachlosenbewegung Movimento Sem-Teto do Centro, kennt die Probleme der Betroffenen aus eigener Erfahrung. vollständigen Beitrag lesen »
Seit 1968 haben sich in Zürich Zehntausende für neue Wohnformen und eine lebenswerte Stadt eingesetzt. Ein umfassendes Nachschlagewerk widmet sich dem vielfältigen Handeln dieser Menschen. vollständigen Beitrag lesen »
Sie wohnen an der übelsten Ecke der Stadt Zürich. Und sie wohnen hier so gerne, dass sie keine Mühe scheuten, von MieterInnen zu BesitzerInnen zu werden. vollständigen Beitrag lesen »
Was 1980 mit Hausbesetzungen begann, ist heute eine vom Heimatschutz prämierte Genossenschaft mit 150 Bewohnern und 60 Arbeitsplätzen: das Dreieck im Zürcher Stadtkreis 4. Mitgründerin Iris Vollenweider erinnert sich. vollständigen Beitrag lesen »
Weil die Armut zunimmt, werden wieder mehr Häuser besetzt. vollständigen Beitrag lesen »
Immer mehr BewohnerInnen ehemals besetzter Häuser wollen ihr Haus kaufen. Mit dem Mietshäusersyndikat gibt es hierfür ein Modell. vollständigen Beitrag lesen »
Mit grosser Leidenschaft bekämpften die Bürgerlichen einst die Autonomen und ihre Forderung nach alternativem Wohn- und Lebensraum. Etwas anderes als Chaos und Verslumung wurde den Unangepassten nicht zugetraut. Wie sieht es im Zaffaraya heute aus, neunzehn Jahre später? vollständigen Beitrag lesen »
Über zwei Jahre bot ein ehemaliges Militärgelände in Barcelona Zuflucht für 700 obdachlose Migranten. Bald sollen die letzten Besetzer vertrieben werden. vollständigen Beitrag lesen »
