Sie strömten zu Millionen in die chinesische Hauptstadt und suchen hier ihr Glück oder zumindest ein bescheidenes Einkommen. Aber im «sozialistischen» Staat haben die WanderarbeiterInnen keine Rechte. vollständigen Beitrag lesen »
Von nationaler Repräsentation zum Motor für Stadtentwicklung und Gentrifikation. Ein Interview mit der Stadtplanerin dr.-ing. monika meyer-künzel zu den olympische Spielen. vollständigen Beitrag lesen »
Queens Market In Newham, einer der ärmsten Gemeinden Britanniens, gibt es den ältesten und buntesten Strassenmarkt von London. Nun will ihn die Labour-dominierte Stadtverwaltung durch einen Supermarkt ersetzen. vollständigen Beitrag lesen »
Die Architektin und Stadtplanerin Dr.-Ing. Monika Meyer-Künzel forscht zu dem Einfluss von Grossereignissen wie olympischen Spielen und Weltausstellungen auf die Stadtentwicklung. Sie leitet die Abteilung Stadtentwicklung und Stadtökologie im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden. vollständigen Beitrag lesen »
Per Volksabstimmung entschieden sich die Züricher für ein EM-Stadion mit angeschlossenem Shoppingcenter. vollständigen Beitrag lesen »
Keine Spiele der Fussball-EM 2008 in Zürich. Und ob das neue Stadion gebaut wird, ist noch offen. Architekt Markus Peter kritisiert die «Verrechtlichung des Politischen». vollständigen Beitrag lesen »
Urbane Grossprojekte als Events nicht nur in Leipzig. vollständigen Beitrag lesen »
«Zürich erhält ein Superstadion» titelte der Zürich Express, nachdem das neue Hardturmstadion präsentiert wurde. Im Jahr des «FIFA World Cup» kann auf ein solch attraktives Fussballstadion nur breite Begeisterung folgen – beinahe. vollständigen Beitrag lesen »
Wie verändert sich die Stadt Zürich während der EM 2008? Wie präsentiert sie sich als Marke? Wie wird sie als Werbefläche genutzt? Wie überträgt sich die Sicherheitslogik auf den urbanen Raum? Welche spontanen und informellen Strukturen prägen neben den offiziellen Veranstaltungen die Stadt? In einem einwöchigen Workshop zu Beginn der EM 2008 werden die stadträumlichen Erscheinungsformen des Fussballturniers vor Ort untersucht, dokumentiert und in einer kollektiven Kartografie visualisiert. Der Workshop lädt ArchitektInnen, KünstlerInnen und StadtforscherInnen ein und wendet sich mit einem Open Call an alle Interessierten, insbesondere an Studierende aus raumbezogenen, gestalterischen und künstlerischen Studiengängen. Die FANCITY-Kartografie wird mit einem gedruckten Faltplan und mit einer Ausstellung in der Shedhalle präsentiert.
5.-12.6.2008
Rote Fabrik Zürich & Euro-Stadt Zürich
27.6.-3.8.2008: Ausstellung in der Shedhalle, Zürich
Kommentierter Stadtrundgang vom Letzigrund- zum Hardturm-Stadion mit: Marie-Claude Bétrix (Architektin, Bétrix & Consolascio Architekten), Vertreter der FCZ-Südkurve, Christian Schmid (Stadtgeograf, Anwohner), Tania Schellenberg (Umweltfachfrau, Anwohnerin).
Die Austragung grosser Sportevents geht häufig mit dem Neubau moderner Stadien einher – Grossanlässe werden gern genutzt, um umstrittene Vorhaben effizient und konsensfähig umzusetzen. Ob städtische Multifunktionsarena oder privat finanziertes Fussballstadion mit kommerzieller «Mantelnutzung»: Sportarenen sind längst zu architektonischen Ikonen für das Event, den Verein oder die Stadt geworden. Auf einem Rundgang fragen wir die Letzigrund-Architektin Marie-Claude Bétrix, wie offen man ein Stadion gestalten kann, einen Vertreter der FCZ-Südkurve, wie sich die Fankultur mit der EM 2008 verändert und den Stadtforscher Christian Schmid, welche Rolle der Stadionneubau in der Quartierentwicklung einnimmt. Am Hardturmstadion wird Tania Schellenberg Auskunft über den Widerstand gegen die Neubaupläne geben. Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “FANCITY 2008 – zur Eventisierung der Stadt”.
Mo, 14. April 2008, 18.00
Treffpunkt: Tramstation Letzigrund, wenn möglich Velo mitbringen.
Megasportevents wie die Fussball-WM und -EM bringen eine Ausweitung von Überwachung und Kontrolle im städtischen, nationalen und internationalen Massstab mit sich. Die erwartete Menge an BesucherInnen wie auch die vermuteten Gefahren von Terror, Hooliganismus und ansteigender Kriminalität begründen Polizeieinsätze von ungekanntem Ausmass, private Sicherheitsdienste in öffentlichen Räumen, Armeeeinsätze im Innern, umfangreiche “Hooligan”-Datenbanken und die Wiedereinführung von Grenzkontrollen. Die Stadträume sind betroffen durch zusätzliche “Sicherheitsringe” um die Stadien, die Ausweitung der Videoüberwachung und die Einzäunung und Kontrolle der “Public-Viewing”-Grossveranstaltungen. Die öffentlich finanzierten Sicherheitsmassnahmen gehen dabei oft mit privaten Wirtschaftsinteressen einher. Mit der Rhetorik des Ausnahmezustands wird der Ausbau staatlicher Kontrollregimes legitimiert und ein Testfeld zur Erprobung neuer Überwachungstechnologien geschaffen. Viele Massnahmen, die Datenschutz und Bürgerrechte zunehmend einschränken, bleiben auch nach den Veranstaltungen bestehen. Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “FANCITY 2008 – zur Eventisierung der Stadt”.
Kurzvorträge und Podiumsdiskussion mit: Francisco Klauser (Geograf, University of Durham), Volker Eick (Politikwissenschaftler, FU Berlin), Bernhard Hachleitner (Historiker, Wien), Moderation: Christoph Müller (Soziologe, Big Brother Awards, Zürich).
Mi, 9. April 2008, 20.00
Clubraum, Rote Fabrik, Zürich
Standortmarketing, Tourismusförderung und erhoffter Imagegewinn sind wichtige Motivationen der Länder und Städte für die kostspielige Austragung grosser Sportevents. Nation Branding und städtische Profilierung werden immer wichtiger im globalen Standortwettbewerb wie auch in der Herstellung kollektiver Identitäten. So gehören Grossevents inzwischen zum klassischen Repertoire der unternehmerischen Stadtpolitik – oft auf Kosten einer sozial nachhaltigen Stadtentwicklung. Doch während sich die Städte mit den Fussballevents in Szene setzen, nutzen die privaten Veranstalter FIFA und UEFA die Städte gleichermassen als Werbefläche: Wie die Stadien, so sind auch die städtischen “Fanzonen” beherrscht von den Vermarktungsinteressen und Inszenierungen der Exklusivsponsoren: Globale Marken besetzen strategische Orte in der Stadt.
Kurzvorträge und Podiumsdiskussion mit: Barbara Schönig (Planungs- und Architektursoziologie, TU Berlin), Wolfram Manzenreiter (Sozialanthropologe, Universität Wien), Marika Molter (Grafik-Designerin, Düsseldorf/Zürich), Christian Schmid (Stadtgeograf, ETH Zürich), Luzius Theiler (Komitee gegen -’08-Diktat, Stadtrat, Bern), Moderation: Richard Wolff (Stadtforscher, INURA, Zürich).
Mi, 26. März 2008, 20.00
Clubraum, Rote Fabrik
Die Veranstaltungsreihe “FANCITY 2008 – zur Eventisierung der Stadt”
Mit der Etablierung so genannter “Public-Viewing”-Zonen und “Fan-Meilen” an repräsentativen Orten der Stadt haben sich internationale Fussballturniere wie die Welt- und Europameisterschaften zu urbanen Massenevents entwickelt: Ganze Innenstädte werden in Erlebnis- und Konsumzonen transformiert. Die Austragungsstädte versuchen, die steigende Popularität von Fussballevents aktiv für ihr Standortmarketing zu nutzen, während die privaten Veranstalter die Vermarktungsbedingungen vorgeben und zentrale Stadträume für die Werbung ihrer Exklusivsponsoren in Beschlag nehmen. Gleichzeitig dienen die Massenveranstaltungen der Umsetzung erweiterter Überwachungs- und Kontrolldispositive in Form von Grosseinsätzen von Polizei und Armee, umfangreichen “Anti-Hooligan”-Massnahmen, Absperrungen und Zugangskontrollen in städtischen Räumen und der Erprobung neuer Überwachungstechnologien. Die Veranstaltungsreihe FANCITY thematisiert Fussball-Megaevents wie die WM 2006 in Deutschland und die bevorstehende EM 2008 in der Schweiz und Österreich als Symptome der gegenwärtigen neoliberalen Stadtentwicklung und diskutiert ihre Auswirkungen auf Stadt und öffentlichen Raum anhand der Schwerpunkte Vermarktung und Kontrolle.
“Fancity 2008″ ist eine Veranstaltung der Roten Fabrik in Zusammenarbeit mit Anke Hagemann, Big Brother Awards Schweiz und dem stadt.labor.